
Final Fantasy VI
1994 erschien für das SNES der sechste FinalFantasy-Teil und der ist mittlerweile
auch in der "FinalFantasy-Anthology"-Compilation für die PSX
erhältlich. Einige
sagen, es sei der beste Teil der Serie. Die Anzahl der Secrets
und versteckten Side-Quests, sowie versteckten Charakteren ist
hier überwältigend. Außerdem gehört die Story wohl zu den
dramatischsten FF-Stories überhaupt. Sie spielt in einer
Mischung aus Mittelalter und Zukunft (ähnlich FF7). Die Welt
wird von einem grausamen Imperium, unter der Führung vom
Imperator Gestahl und General Kefka, regiert. Eine sehr wichtige
Rolle spielen die sogenannten "Esper". Esper sind Fabelwesen
aus einer anderen Dimension und besitzen unglaubliche Macht.
Dies wollen sich natürlich Gestahl und Kefka zu Nutze machen,
und machen Jagt auf diese sagenhaften Kreaturen. Dies muss
selbstverständlich verhindert werden, und deshalb machen
sich der König Edgar, sein Bruder Sabin, die geheimnisvolle Terra
und viele andere mehr auf den Weg um das Imperium von seinen
teuflichen Plänen abzuhalten. Doch trotzdem schafft es Kefka
die Welt der Esper zu stören, was verheerende Folgen hat. Die
Esper starten nähmlich daraufhin einen gigantischen Rachefeldzug,
der die Welt zum Kollabieren bringt...
Man sieht also, die Story hat es hier wiedermal in sich und ist
an Dramatik kaum zu überbieten. Ständig trifft man neue Mitstreiter,
es passieren neue Schicksalsschläge und ein extrem nerviger
General Kefka sorgt ständig für Unruhe. Bei den Charakteren
hat sich Square wiedermal nicht lumpen lassen: Satte 14 spielbare
Charaktere gibt es, wobei einige, z.B. der Jeti und ein Mog,
ziemlich gut versteckt sind, und nicht unbedingt wichtig sind,
um das Spiel zu beenden. Die einzelnen Personen unterscheiden
sich wirklich sehr. Der einsame Kämpfer Cyan trauert seiner
verstorbenen Familie nach, die mysteriöse Terra sucht nach
ihrer geheimnisvollen Herkunft und die Generalin Celle kann
sich nicht entscheiden ob sie nun für oder gegen das Imperium
kämpft. Im Laufe des Abenteuers erfäht man jede Menge über
die Charaktere und wird Zeuge ihres, teils sehr traurigen,
Schicksals.
Während man durch die Dungeons wandert, wird man immer wieder in
Zufallskämpfe verwickelt. Wie gewohnt gibt man den Partymitgliedern
Befehle, die sie dann auf die ziemlich originellen Gegner anwenden.
Prinzipiell kann jeder die gleichen Zauber erlernen, doch jeder
Charakter hat obendrein auch seine ganz speziellen Fähigkeiten.
Locke beispielsweise kann dem Gegner Items stehlen, während Cyan
eine Spezialattacke beherrscht, die sich im Laufe des Spiels immer
weiter entwickelt. Verschiedene Zauber (Feuer, Eis, Heilung usw.)
kann man durch die Esper erlernen. Jeden Charakter kann man mit
jeweils einer Esper (z.B. Alexander, Shiva, Siren) koppeln. Nach
jedem bestanden Kampf erhält er dann Ability-Points, durch die
der Esper verschiedene Zauber erlernt, die man dann im Kampf anwenden
kann.
Spielerisch hat FF6 wirklich sehr viel zu bieten, was man ja von
der Serie gewohnt ist. Es wird einfach nie langweilig. Eine gefährliche
Lorenfahrt, ein Opernbesuch, eine Reise in die Traumwelt und vieles mehr
erwartet einem in dem Game. Und grafisch war der sechste Teil damals
unereicht. Auch die Musik ist wie gewohnt einfach fantastisch.
Besonders der Besuch in der Oper macht FF6 zu einem Rollenspielerlebnis, was
man so schnell nicht vergisst.
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